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Und bei der Gelegenheit kann ich gleich auch mal ein paar Dinge aufschreiben zu Friendschaft, Freundschaft und sozialen Netzwerken.
• Wer Friendschaften grundsätzlich ablehnt, hat ein in Zukunft größer werdendes Problem. Denn die so genannten “schwachen Bindungen” (vgl. Mark Granovetter, “The Strengths of Weak Ties“) machen den persönlichen Wert (hier keinesfalls monetär gemeint) eines sozialen Netzwerkes aus. Das gilt nicht nur beruflich, wo über die “schwachen Bindungen” die wichtigsten Kontakte zustande kommen – sondern auch privat. Die meisten Lebenspartnerschaften ergeben sich per Vermittlung über schwache Bindungen.
• Wer auf der anderen Seite aber Friends mit Freunden verwechselt, wird vermutlich böse enttäuscht. Friends helfen eher nicht beim Umzug, Friends sind nur selten alarmiert, wenn man zwei Wochen verstummt, Friends können wesentlich schlechter zwischen den Zeilen lesen als Freunde. Friends sind eher digitale Nachbarn. Das macht weder Friends noch Nachbarn zu schlechten Menschen, es sind eben nur keine Freunde im klassischen Definitionssinn.
• Allgemein bitte ich darum, die penetrante Frage nach dem “Warum?” zu allen möglichen Sozialen Netzwerken und Plattformen nicht mehr zu stellen. Die einzige mir sinnvoll erscheinende Antwort darauf lautet “Weil Menschen es wollen”, was aber meistens nicht die Art von Antwort ist, die eine wertvolle Diskussion eröffnet.
Herr Lobo, Prädikat wertvoll. Ich bin gerne ihr Fan, diese unsägliche 5000er Grenze nervt aber auch.


